Kindergottesdienst in Westerstede

Jeden Sonntag um 11.00 Uhr im Ev.Haus!

KINDERGOTTESDIENST in Westerstede - Stadtbezirke

1. Zur Geschichte des Kindergottesdienstes in Westerstede

Der Kindergottesdienst in Westerstede kann auf eine über 100 jährige Tradition zurückblicken. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts trafen sich Kinder am Sonntagmorgen regelmäßig von 11-12.00 Uhr und am Nachmittag die großen Mädchen von 14.00 – 15.00 Uhr in der St. Petri Kirche zu einem Gottesdienst für Kinder. Besonders für die Kinder aus den umliegenden Dörfern bedeutete diese ‚Stunde’ das ‚Highlight’ des Sonntags, denn viele von ihnen waren in der Landwirtschaft fest mit eingespannt, einige lebten sogar fern von ihren Familien auf fremden Höfen um überhaupt zu überleben. Der Sonntag war frei von Arbeit, jedenfalls für Stunden, und der Kindergottesdienst bot ein Angebot, diese freien Stunden an einem anderen Ort zu verbringen.

Und dieses Angebot wurde auch gern von den Westersteder Bürgerkindern angenommen – es bestand aus einer Mischung von Sonntagsschule, Kindergruppe und Missionarischem Feiern. Den festen liturgischen Rahmen gab der Kirchraum vor, die biblischen Geschichten selbst wurden bereits in Kleingruppen, dem Alter entsprechend, erzählt. Dass bis an die 100 Kinder kamen, war keine Seltenheit, und bald hatte jede Gruppe ihre feste ‚Ecke’ und ‚ihren Helfer’ in der Kirche. Besonderes Missionar Sommer und seine Frau haben diese Jahre geprägt. Der „nickende Neger“, eine Spardose, die den Kopf bewegte, wenn beim Einsammeln der Kollekte ein Geldstück hineingeworfen wurde (die Oldenburgische Kirche unterstützte schon früh die Kirche von Ghana und Togo), ist vielen älteren Westerstedern bis heute fest in Erinnerung. Frau Rust, Frau Wehmeyer Frau Dernedde und Frau Thien begleiteten u.a. die Kinder über viele Jahre, ebenso wie die Schwestern Kahl, die von 1927/28 – 1968 mit im Kindergottesdienst aktiv waren.

Sie waren es auch, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus dafür stark machten, unterstützt von Pastor Chemnitz, der der bekennenden Kirche angehörte, dass die Gruppe für die großen Mädchen weiter bestand. Ein Ärgernis für die politische Jugendorganisation für Mädchen der NSDAP, dem BDM, denn zur gleichen Zeit fand auch ihr Treffen statt.

Nach dem Kriege hatte der Kindergottesdienst weiter regen Zulauf, gefördert zudem durch die große Gruppe der Vertriebenen mit ihren Kindern, die in Westerstede zu Hause wurden.

Langsam, mit der liturgischen Erneuerung in der Oldenburgischen Kirche, verbunden mit dem Namen Bischof Stählins, fanden verstärkt Elemente des Erwachsenen Gottesdienstes Eingang in den Kindergottesdienst, etwa das Beten des Psalms im Wechsel, das Gloria, das Erlernen von Bibelsprüchen und Gesangbuchliedern. Das Konzept der „Evangelische Unterweisung“, das den Religions- und Konfirmandenunterricht bestimmte, erreichte nun den Kindergottesdienst.

Verbunden mit dem pädagogischen Aufbruch der Problemorientierung in der Religionspädagogik zog der Kindergottesdienst Anfang der 70iger Jahre ins neue, große Gemeindehaus um – dem Ort, an dem die Kinderkirche bis heute ihre Gottesdienste an jedem Sonntag feiert; außer in den Sommerferien. Die Uhrzeit ist nach wie vor von 11.00-12.00 Uhr. Der mehrfache Versuch, über parallele Gottesdienstzeiten Eltern und Kinder gemeinsam zum Gottesdienstbesuch zu motivieren, schlug fehl.

Seit 1967 wird ferner regelmäßig zu Familiengottesdiensten mit der Gemeinde, die oftmals vom Kindergottesdienst vorbereitet werden, in die St. Petri Kirche eingeladen. Schulanfängergottesdienste, Schulschlussgottesdienste nach der Grundschulzeit, St. Martinslauf mit Gottesdienst, Reformationsgottesdienst für die Grundschulen, Tauferinnerungsgottesdienst und Krippenspiele verstärken die regelmäßige Verknüpfung mit dem gottesdienstlichen Feiern in der St. Petri Kirche. Verantwortlich für den Kindergottesdienst und die Aus- und Weiterbildung der jugendlichen Mitarbeiter, ist seit 1990 Pastorin Karwath.



2. Kindergottesdienst in Westerstede im 21. Jahrhundert

Bereits am 25. Mai 1989 stellte die 43. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg fest:

„Der Kindergottesdienst ist ein unverzichtbarer Bestandteil kirchlichen Handelns. Eine Kirche, die Kinder tauft, trägt eine umfassende Verantwortung für die Kinder. Kinder haben als ein teil der Gemeinde Jesu Christi Anspruch auf die Verkündigung des Wortes Gottes.
I. Der Gottesdienst mit Kindern ist dem Gottesdienst mit Erwachsenen gleichwertig. Das heißt, es ist notwendig, dem Gottesdienst mit Kindern die gleiche Sorgfalt entgegenzubringen wie dem Gottesdienst mit Erwachsenen.
II. Von daher hat in den Kirchengemeinden regelmäßig ein Kindergottesdienst stattzufinden…“

Entsprechend dem von der 8. Synode der EKD 1994 in Halle gefordertem Perspektivwechsel für Kirche und Gesellschaft (vgl. Aufwachsen in schwieriger Zeit, Gütersloh 1995) und dem schon dort konstatiertem „Verschwinden der Kindheit“ bemühen wir uns im Kindergottesdienst den Kindern einen Raum zu geben, in dem sie stabilisierende Gegen-Erfahrungen von Welt erleben können. Erfahrungen, die ihnen vermitteln, du Mensch kannst dich wertgeschätzt und geborgen fühlen, du bist angenommen und geliebt, wie es Jesus in der Taufe verheißen hat.

Folgende Konsequenzen haben wir daraus für den Ablauf unseres Kindergottesdienstes gezogen:

  • Wir bleiben auf dem Sonntag, 11.00 -12.00 Uhr, nicht nur, weil es der gottesdienstliche Feiertag ist, sondern ganz praktisch, weil viele Familien in unserer Stadt am Sonntagmorgen ‚durchhängen’. Die Kinder freuen sich über das ‚Angebot’, und selbst die Väter wagen sich mit den Kindern über die ‚Schwelle’ des Gemeindehauses.
  • Wir feiern bewusst Kindergottesdienst. Gottesdienstliches Feiern, Liturgie, Gebete, Lieder, Lichtergebet, die biblische Erzählung sind auf das Alter der Kinder abgestimmt.
  • Der Kindergottesdienst wird von jugendlichen Mitarbeitern begleitet. Sie bereiten mit der verantwortlichen Pastorin die Kindergottesdienste vor, und übernehmen eigenverantwortlich Kleingruppen im Verlauf des Gottesdienstes, in denen sie den Kindern, dem Altern entsprechend, die biblische Geschichte erzählen.
  • Regelmäßige Mitarbeiterschulungen sind für alle Mitarbeiter obligatorisch.
  • Einmal im Jahr findet über ein Wochenende eine Kindergottesdienstfreizeit im Blockhaus Ahlhorn statt.
  • Kreative Elemente (basteln, tanzen, singen etc.) sind fester Bestandteil des Kindergottesdienstes. Darüber hinaus laden wir alle 2 Monate zu einem Kindervormittag oder Kindernachmittag ein, an dem ausschließlich zu einem Thema, oft entsprechend der Jahreszeit, über 2 Stunden gebastelt, gekocht und gespielt wird. Für die Kinder willkommene Möglichkeiten z.B. in der Weihnachtszeit oder zum Muttertag Geschenke zu basteln. Es ist allen Kindern deutlich, dass der Kindernachmittag oder- vormittag (KINA), kein Kindergottesdienst ist!
  • Zusätzliche Termine(Ausflüge, Kinderbibelwochen, Mitarbeiterschulungen, Mitarbeiterausflüge) können nur in Absprache mit den zur Verfügung stehenden Zeitfenstern der Jugendlichen festgelegt werden. Die Belastung durch die Schule darf niemals aus den Augen gelassen werden.
  • In den Sommerferien findet kein Kindergottesdienst statt.

 

3. Liturgie im Kindergottesdienst

Liturgie hilft allen großen und kleinen Menschen, die Kindergottesdienst feiern, sich ‚zu Recht zu

finden’. Sie lädt ein zu einer Feier zu Ehren Gottes, in dem, dem Alter der Kinder entsprechend, gesungen, gebetet, gehört und gefeiert wird. Alle Elemente des Kindergottesdienstes versuchen dieses zu vermitteln.

  • Der Beginn: Kindergottesdienst beginnt an der Tür, wenn die Mitarbeiter die Kinder und Eltern begrüßen und bei der Garderobe helfen. Kinderhaken, Kindergarderobe sind obligatorisch.
  • Der Raum: Wir sitzen im Kreis im Gemeindehaussaal. Der Altar steht an der Wand, er wird mit Altardecke, Kerzen, Teelichtern, Kollektendose, Blumen und Steinen geschmückt, die die Kinder selbst gefertigt haben.
  • Die Geburtstagskiste: Wir feiern im Kindergottesdienst auch den Geburtstag eines Kindes. Jedes Geburtstagskind darf sich, während die anderen das Geburtstagslied singen, ein Geschenk aus der Geburtstagskiste nehmen (sie steht vor dem Altar auf dem Boden)
  • Das Begrüßungslied: Du bist Spitze, oder ein anderes Kinderlied, das die Namen der Kinder aufnimmt.
  • Psalmen: Psalmen werden in kindgerechter Sprache und mit einem Kehrvers gebetet. Wir antworten auf den Psalm mit dem Ehr sei dem Vater…
  • Die Lieder: Wir singen viele Bewegungslieder und lernen möglichst den Text auswendig, damit auch die jüngeren Kinder ihre Lieder mitsingen können. Text und Melodie müssen einfach einzuprägen sein (MKL 1u.2)
  • Die Kollekte: Wir haben ein Patenkind über die Kindernothilfe in Indien, für das wir die Kollekte bestimmt haben. Regelmäßige Informationen und Aktionen verdeutlichen den Kindern das ‚Teilen’ mit anderen.
  • Das Lichtergebet: Fester bestandteil der Liturgie ist das Lichtergebet. Jedes Kind nimmt sich aus einem der Körbe, die auf dem Boden stehen, ein Teelicht (die Mitarbeiter helfen das Teelicht zu entzünden), und tragen es (sie)zum Altar. Ausdruck des eigenen Gebetes vor Gott: mit dem Teelicht symbolisiert, „danke Gott, für das Schöne, das ich erfahren durfte“, mit dem Stein „du weißt um das Schwere, das ich erlebt habe. Lass es gut werden für mich“.
  • Die biblische Erzählung: Die ‚Geschichte’ wird von den Mitarbeitern, dem Alter entsprechend, in den Kleingruppen erzählt (z.T. mit Bilderbüchern, Puppen, Flanellbildern, Sandkasten oder anderen Hilfsmitteln). Eine kreative Umsetzung des Erzählten erfolgt meist auch in den Kleingruppen.
  • Der Segen: Zum Segen stellen wir uns alle im Kreis wieder zusammen und fassen uns an den Händen. Zunächst wird das Segenslied gesungen (Komm, Herr segne uns), das Vater unser gebetet und der Segen von einem der Mitarbeiter gesprochen. Dann gehen wir auseinander.

3. 1. Liturgieformular

  • Gesamtleitung:_____________________
  • Namensrunde:_____________________
  • Lied: „Du bist spitze, du bist genial, jemanden wie dich, den gibt es nicht noch mal, so wie du bist, hat Gott dich ausgedacht. Er hat dich einfach wunderbar gemacht!“
  • Geburtstagskind ?: Lied: Heute kann es regnen, stürmen oder schneien… Eingangsvotum: „Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Amen) „Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

  • Lied:_____________________

  • Psalm: _____________________ 

  • „Ehr’ sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen“

  • Lied:_____________________

  • Lichtergebet:_____________________
    (vorab kontrollieren: sind ausreichend Steine und Teelichte da?)

  • Lied:_____________________

  • Kollekte (dazu Lied MKL 104/109)

  • Biblische Erzählung
    – Einteilen der Erzählgruppen Klein (Kindergarten 3-4Jahre): Vorschule (5 Jahre und älter):
    1. Klasse:
    2. Klasse:
    3. Klasse:
    4. Große:

  • Jeweilige Aktion: Benötigtes Material:

  • Zusammenkommen. Vorstellen der Ergebnisse

  • Segensteil:_____________________

  • Lied: Komm Herr segne uns Vater unser

  • Segen: „Der Herr segne dich und behüte dich! Er lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen.“

Begleiten der Kinder zur Garderobe - Aufräumen -

3.2. Wie erzähle ich eine biblische Geschichten

3.2.1. Geschichten muss es Geben: „Die Leuchtkäfer von Safed“

Ein fremder Herrscher, der die Juden haßte, verbot ihnen Öllampen und Kerzen, damit sie abends nicht mehr aus der Tora lernen konnten.
Die Kinder gingen nach Sonnenuntergang aus der Stadt hinaus in ein Tal mit vielen Bäumen. Zahllose kleine „Lichter“ schwebten dort umher. Es waren Glühwürmchen. Die Kinder füllten ihrer Körbe mit diesen lebenden kleinen Lichtern und gingen damit ins Gebtetshaus. Das Abendgebet war gerade beendet. Es war dunkel, und die Leute wollten schon nach Hause gehen. Aber plötzlich leuchtete ein mildes Licht über den Büchern. Alle begriffen, wie schlau die Kinder gewesen waren, und man setzte sich wieder, um aus der Tora zu lernen. Und siehe da – es geschah ein Wunder: Die Käfer flogen nicht weg, sondern sie blieben über den geöffneten Büchern und leuchteten. Der fremde Herrscher, gewarnt durch seine Diener, kam wütend in das Lernhaus. Als er aber hinschuate, blieb er sprachlos stehen, denn das Licht von den Leuchtkäfern hatte er in seinem Verbot nicht genannt. Und die Juden von Safed und ihre Kinder lernten bis Mitternacht mit großer Freude.
(zit. nach: Mit Kindern Glauben erfahren, hrsg. Martin Fries und Hans Bernhard Kaufmann, Gütersloh 1987, S.69)

3.2.2. Bibel erzählt in Verdichtungen Urthemen des Menschseins

In den biblischen Geschichten verdichten sich Beziehungen des alltäglichen Lebens, Aufbruch, Unterwegssein, Weitergehen, gefunden werden. Das Besondere ist dabei, daß erzählt wird wie Gott mit auf diesem Weg ist, wie er begleitet und sogar vorausgeht.
Weil der Gott der Bibel ein lebendiger Gott ist, deshalb gibt es von ihm zu erzählen. Wer ihn lobt, wer ihn bekennt, wer auf ihn hört, wer ihm gehorchen will - immer geht es darum, daß wir Geschichten kennen: Geschichten von Erfahrungen mit diesem Gott.
Die Geschichten wollen leben, sie laden ein sich zu identifizieren, aber die Identifikation läßt sich nicht berechnen. Erzählte Erfahrung wird beim Hören zu eigener Erfahrung, man taucht in die Geschichte ein. Die Geschichten dienen der Ich-Stärkung und Ich-Erweiterung, sie hören ist Teil des soziales Lernens, denn sie üben Gefühle ein und helfen Sprache zu gewinnen. In den altne Erzählungen tauchen auch Gefühle auf, die vielleicht später erst vom Kindzu bewältigen sein werden. Leiden, Tod, Freundschaft, Liebe, aber auch Hilfe und Verantwortung, alle diese Grundthemen konnen eingeübt werden.

3.2.3. Der Text - Texttreue

Biblische Geschichten wollen nicht willkürlich verändert werden, die Kinder wollen sie Wiedererkennen. Der Geschichtenrzähler muss sich seine Absicht verdeutlichen, mit der er seine Geschichte erzählen möchte. Die Geschichte ist oft reicher, als der erste Eindruck vermitteln könnte. Der Text hat absoluten Vorrang. Er hat ein Recht darauf, dass ich ihn höre und versuche, ihm auf die Spur zu kommen. Bei der ‚Spurensuche’ können, nach Pfister, die folgende Schritte helfen:

  • Den Text lesen, als ob er mir ganz neu wäre. Nicht aus dem Gedächtnis erzählen, genau nachschauen.
  • Den Text in Bilder einteilen. Wer erzählen will, muß selbst etwas "sehen", damit bei seinen Zuhörern wieder Bilder entstehen. Stichworte für die Bilder zu suchen.
  • Sehen lernen. Es geht um das Hineindenken und Hineinfühlen in die Geschichte, sie mit allen Sinnen erleben:
    - was sehe ich
    - was höre ich
    - was spüre ich
    - was schmecke ich
    - was rieche ich ?
  • Eine Hilfe bietet der sogenannte POZEK-Schlüssel:
    P = Person. Wer handelt, redet, geht hier?
    O = Ort. Wo geschieht es?
    Z = Zeit. Wann?
    E = Ereignis. Es bezieht sich auf das Ganze, was spielt sich eigentlich ab?
    K = Kern. Was sagt der Text, der Vers, der Satz mir persönlich?
  • Inhaltliche Fragen unbedingt klären!

 

3.2.4. Schritte zum Erzählen

  • Vorlesen
    Vorlesen ist ausnahmsweise einmal erlaubt. Man sollte es jedoch vorher laut üben; eine Geschichte kann man nicht wie ein Gedicht auswendig lernen. Auch wenn ich eine Erzählvorlage übernehme, sollte ich mir die Mühe machen sie in eigene Bilder einzuteilen. Es geht ja darum, was ich erzählen will, in meiner Sprache, mit meiner ganzen Person. Selten ist ein Erzählvorschlag Wort für Wort zu übernehmen.
  • Nacherzählen des Textes
    Es ist zu prüfen, ob die Bildfolge des biblischen Textes auch mit der Erzählung übereinstimmt. Etwas Phantasie ist erlaubt; Kinder wollen und müssen beim Hören immer etwas sehen, nicht zusätzlich, sondern in den Worten, in der Geschichte. Auch Gefühle und Gedanken können beschrieben werden.
  • Einzelheiten sind wichtig
    Einzelne Sätze haben es oft nötig, daß sie ausführlich erzählt werden. Erzählen geschieht in Reihen, im Gespräch, nicht in einzelnen Begriffen oder Sätzen!
  • Sprache
    Kurze Sätze und direkte Rede
  • Erlebnisperson
    Beim Hören einer Geschichte identifizieren sich Kinder automatisch mit der Hauptgestalt. Pfister nennt die Identifikationsfigur Erlebnisperson.
    "Eine Geschichte soll eine Erlebnisperson haben, die alles sieht, wahrnimmt, überlegt, Fragen stellt. Sie ist es, welche die Geschichte erlebt vom Anfang bis zum Ende. Ihr wird alles erzählt. Sie wird überrascht. Und weil das Kind selber in die Haut der Erlebnisperson hineingekrochen ist, nimmt es Anteil und hört gerne zu".
    Je nachdem, welchen Standort die Erlebnisperson hat, ändert sich der Blickwinkel, in dem erzählt wird.
    Beispiel: 7 Geißlein
    A. Das Märchen wird normalerweise aus der Sicht eines alle beobachtenden Zuschauers erzählt
    B. Wie klingt es aus der Sicht der Mutter? Ihre Sorge war ja berechtigt.
    C. Aus der Sicht eines älteren Geißlein: Immer diese übervorsichtige Mutter! Wir machen es schon richtig
    D. Aus der Sicht des Wolfes: Ich habe Hunger. Dort sind die sieben Geißlein. Aber die Mutter hat ihre Kinder ja gut erzogen!
    E. Aus der Sicht des jüngsten Geißleins! Müssen nicht alle froh sein, daß es mich gibt? Die Erlebnisperson dient nicht nur der Identifikation, sie kann auch Fragen stellen.
    Selten ist es nötig eine zu erfinden; Jünger, Schriftgelehrter. Keine Namen geben, allgemein: der alte Schriftgelehrte, der Töpfer, der Fischer.
    Gott und Jesus sind keine Erlebnispersonen! Die Erlebnisperson ist von Anfang bis Ende dabei. Wenn die Erlebnisperson bei einem Teil der Geschichte nicht vorkommt bzw. nicht dabeisein kann, dann lässt sie sich von jemandem erzählen. Aber Vorsicht: es könnte leicht kompliziert werden. Keine schwarz-weiß Malerei, keine Parteinahme.
  • Der Anfang
    Manchmal ist es wichtig, sich zunächst den Schluß einer Erzählung anzusehen, dann ergibt sich der Anfang von selbst.
    Beispiele: Die Geschichte von der Fußwaschung
    Schluß: Jesus wusch den Jüngern die Füße.
    Er sagt: "Ein Beispiel habe ich euch gegeben..."
    Stichworte für einen möglichen Anfang: Die Füße der Jünger sind voll Staub, es hat Schüssel und Wasser. Die Jünger sind sich zu gut, einander die Füße zu waschen: Sklavenarbeit, sie rümpfen die Nase.
  • Mögliche FEHLER bei der Einleitung:
    1. Das Ziel verraten. Heute will ich euch erzählen, wie Jesus...
    2. Der Erzähler meldet seine eigenen Bedenken an.
    3. Breite Schilderungen am Anfang wirken langweilig.
    4. Nicht gleich am Anfang ein Problem schildern.

  • ZUSAMMENFASSUNG
    T E X T
    - Texttreue: nicht willkürlich verändern, Wiedererkennungseffekt Unvoreingenommenheit
    - "Bildersuche":
    POZEK-Schlüssel:
    Person
    Ort
    Zeit
    Ereignis
    Kern
    - Sachfragen klären

    E R Z Ä H L E N
    - kurze Sätze
    - Präsens
    - direkte Rede
    - Spannungsbogen
    - Erlebnisperson
    - Einleitung:
    das Ziel nicht verraten, keine Bedenken anmelden, breite Schilderungen am Anfang vermeiden, nicht am Anfang ein Problem schildern
    - klare Folge von Bildern
    - Geheimnisse langsam preisgeben
    - kein Moralin zum Schluß
    H I L F S M I T T E L
    - Bilderbücher: Kinder entdecken lassen
    - Erzählvorschläge: nicht bedenkenlos übernehmen, eigenen Sprachduktus bedenken
    - Puppen, Flanellbilder
    - Rollenspiel

 

4. Mitarbeiterausflüge AllesTüte – oder was?!

Kindergottesdienstmitarbeiterausflug nach Helgoland

 

Ohne Tüte geht es nicht – das konnten wir hautnah und teilweise mehr als nass auf unserer Ausflugstour erleben. Die Insel Helgoland war das Ziel, nur hatten wir die Rechnung ohne das Wetter gemacht.
Ein Fehler in diesem Sommer. Wer ahnt denn schon, daß im Juli das schönste Aprilwetter ist und der Himmel alle Schleusen gleichzeitig öffnet? Aber die Mitarbeiter des Kindergottesdienstes erwiesen sich als tapfer und fuhren trozdem. Schon eingestimmt durch das Hin und Her der Scheibenwischer unserer Diakonie-Bullies, die uns zum Anleger nach Wilhelmshaben brachten, folgte auf der “Wilhelmshaven” die richtige Steigerung. Windstärke 6 oder 7? Egal, ein erstes Lob auf die Tüte, bei dem Schaukeln!
Welch ein Wunder, nach 3 Stunden Fahrt hörte es auf zu regnen, und das Ausbooten ging wenigsten von oben her trocken über die Bühne. Und dann hieß es: auf und davon, die Lange Anna war das Ziel. Auch wenn der Wind stark auffrischte und uns fast wegblies, vom Picknick im Bombentrichter lassen sich echte Mitarbeiter nicht abhalten. Und wem das Wasser von oben immer noch nicht reichte, der wagte es in die Fluten des Meeres zu steigen (nur was für die Härtesten im Hafen!)
Unsere Tüten füllten sich langsam mit allerlei bunter Sachen, es konnte wieder an Bord gehen, nass waren wir eh. Das war auch gut so, denn wer noch trocken gewesen sein sollte, war es nach diesem Einbooten gewiß nicht mehr – es sei denn, er hatte im rechten Moment an der rechten Stelle --- eine Tüte!
Trotzdem, alles in allem eine tolle Fahrt, und den Merksatz, den können wir jetzt auch getrost weitergeben: Fährst du nach Helgoland, vergiß die Tüte nicht!
Die KGD-Mitarbeiter Langeoog im Regen Schüler, die am Ende des Schuljahres ganz schön gebeutelt waren, Abiturienten, die alles geschafft haben, Auszubildende, die ihre Dienstpläne und eine Pastorin, die ihren Terminplaner im Blick behalten müssen – ein Wunder, dass wir, die Kindergottesdienstmitarbeiter dennoch alle Termine unter einen Hut bekamen und uns doch noch auf unseren Mitarbeiterausflug nach Langeoog wagten.
Im Juli war es soweit, 30 Grad Celsius im Schatten hatten die Wetterfrösche angekündigt, die Picknicktaschen waren gepackt, Sonnencreme nicht vergessen und ebensowenig die Strandmatten und auf ging’s! Spätestens am Anleger folgte der erste kritische Blick gen Himmel - es blieb nicht trocken! Es schüttete wie aus Eimern, ein gewaltiges Gewittern entlud sich über Langeoog in dem Moment, an dem wir an Land kamen. Aber das tat der guten Laune keinen Abbruch. Kurzerhand wurde das Picknick unter die Arkanden in Strandnähe verlegt, zum Amusement manches Besuchers, der pitschnass vom Strand vorbeikam.
Das Schwimmen verlagerten wir kurzerhand ins Meerwasserhallenbad und Eisessen geht bekanntlich immer. Wir hatten einen schönen Ausflug, was macht da schon ein „bischen“ Regen?

5. Ausflüge und Fahrten mit den Kindergottesdienstkindern

Einmal Schloss Dankern und zurück Was sagt man zu einem Sommer, der ein Regen war, und der nicht allzuviele Möglichkeiten bot für Kinder sich richtig auszutoben? Egal, wir, die Kinder des Kindergottesdienstes und die Mitarbeiter machen unseren Ausflug, Wetter hin oder her, und so ging es an einem der letzten Ferientage nach Schloss Dankern, einem Freizeitpark der ‚alten Generation’ in der Nähe der holländischen Grenze. Die große Halle mit den vielfältigsten Spielgeräten und Rutschen und Kletteraktionen zog die Kinder immer wieder in den Bann, wie das Ponyreiten, das große Freizeitareal im Wald um die Hallen, die Wasserrutschen – gut das wir Wechselsachen mitgenommen hatten, mancher wurde pitschnass – und natürlich das Fußballfeld, von dem mancher Junge sich nur schwer lösen konnte.
Voller Einsatz war gefragt, auch von den Mitarbeitern, angefangen von der Planung, dem Einkauf, der Bollerwagen Karawane, dem Vorbereiten des Picknicks und dem gemütlichen Essen bis zum wilden Toben. Am Ende waren alle geschafft, aber glücklich, und wir hatten auch keinen vergessen. Was man nicht von allen Sachen sagen konnte – eine Tasche mit Süßigkeiten stand auch noch am Abend verträumt im Evangelischen Haus – aber nicht lange. Und der nächste Ausflug, der kommt bestimmt. Versprochen.

Kinderfreizeit im Blockhaus Ahlhorn

Natürlich fand sie auch in diesem Jahr wieder statt, von den Kindern und Mitarbeitern zu Schuljahresbeginn sehnsüchtig erwartet: Die Kindergottesdienstfreizeit im Blockhaus Ahlhorn. Anfang September war es soweit, mit 35 Kindern und Mitarbeitern fuhren wir Richtung Ahlhorn, das Hüttenlager war wie immer unser Ziel.
Und dann konnte es auch gleich losgehen: Boot fahren, eine Rally rund ums Hüttenlager erleben, nicht zu vergessen die Fußballspiele zwischen Jung’s und Mädchen (wer gewonnen hat, verraten wir nicht), und selbstverständlich alles, was es ‚rund ums Wasser’ zu erleben galt, unserem diesjährigen Thema. Vom Batiken bis zum Bau eines Regenrohres, für den Fall der Fälle, für jeden war etwas dabei. Glücklicherweise hatte das Wetter ein riesiges Einsehen mit uns… kein Regen, nur Sonnenschein! Die Freizeit für das nächste Jahr, dann zum 15. Mal, ist bereits geplant; wie sollte es auch anders sein, bei einer so tollen Gemeinschaft!

6. Aktionen der Mitarbeiter

6.1 Ihr werdet euch wundern – Kindergottesdienstmitarbeitergesamttagung der EKD in Hannover 2006 – wir waren dabei !

Natürlich waren wir in Hannover dabei – und zwar gleich ‚richtig’! Zum einen haben wir einen Workshop angeboten, und zum anderen stammt das Altarbild des Abschlussgottesdienstes von uns. Wir haben es miteinander auf einer Schulung zum Thema der Gesamttagung „Ihr werdet euch wundern“ als Molakana gefertigt. Hier unsere Überlegungen:
Der Aufbau unserer Molakana spiegelt unser Verständnis der Tagungslosung wider. Im Zentrum befindet sich in roter Farbe (Kirchenfestfarbe) eine Waage. In den Waagschalen liegen Stein und Feder. Waage (Mt 20, 1-16) … dass alle Gerechtigkeit bei Gott ist Vor Gott ist jeder Mensch gleich, egal wieviel er geleistet hat. Auf den ersten Blick mag das vielleicht ungerecht erscheinen, aber Gottes Maßstäbe sind nicht unsere Maßstäbe. Auch wenn wir mit unterschieldichen Lasten beladne sind (Beide waagschalen, Stein und Feder), setzt Gott sbei sich alles ins Gleichgewicht. Dafür ist sein Sohn dne Weg ans Kreuz gegangen.
Gottes Geist (Taube) stützt uns und will uns trösten. Kinder sind voller Phantasie, ihre Begeisterung kennt keine Grenzen (Luftballons) und doch werden ihnen von Erwachsnenen immer wieder Grenzen gesetzt (Kind im goldenen Köfig) Kinder brauchen Liebe und Geborgenheit und einen festen Halt (Teddy). Gott will dieser halt sein. Sein Segen will sie begleiten, wie jesus es vorgelebt hat (Hand/Kerze/Kindersegnung Mk 10, 13-16).
Außen angeordnet sieht der Betrachter unsere persönlichen Lieblingsbibelgeschichten zum Thema:
1. Das Auge (Mk 10, 46-52 )… dass der blinde Bartimäus plötzlich sehen konnte. Auch wir sind oft im Alltag „blind“. Gott will uns die Augen öffnen.
2. Das Ohr (Mk 7, 31-37) …dass man ‚richtig’ hören lernenkann, wie der Taubstumme. Vieles prasselt auf uns ein – Gott will uns helfen, auf das „Richtige“, nämlich sein Wort der Liebe zu hören.

2. Teilnahme am Wettbewerb ‚Heimat 2.0’ der Stiftung Bibel und Kultur 2009
Erläuterungen zu unserer Mola „Heimat haben“

1. Wer wir sind

Wir sind eine Gruppe von 15 Jugendlichen ( 3 Jungen und 12 Mädchen im Alter von 13-19 Jahren), die in der Kindergottesdienstarbeit der ev.-luth. Kirchengemeinde Westerstede mitarbeiten. Wir treffen uns regelmäßig einmal die Woche zur Vorbereitung der Bibeltexte und deren kreativer Umsetzung für die Kinder im Kindergottesdienst mit unserer Pastorin.
Nun wollten wir selbst einmal etwas ‚umsetzen’ – und herausgekommen ist die Teilnahme am Wettbewerb ‚Heimat 2.0’. Der Film dokumentiert teilweise unseren Weg. Die Idee, die Ausschneide-und Applikationstechnik einer ‚Mola’ als Wettbewerbsbeitrag zu wählen und gefilzte Applikationen hinzuzunehmen, entstand spontan. Wir hatten beide Techniken bereits auf Freizeiten mit den Kindern ausprobiert.

2. Eine Heimat haben – erste theologische und nichttheologische Überlegungen

Das, was wir unter Heimat haben verstehen, haben wir versucht mithilfe einer Mola und der Technik des Filzens ins Bild zu bringen.
Folgende Motive haben uns dabei bewegt.
Die Kuna-Indianer in Panama und Kolumbien verwenden diese Ausschneide- und Applikationstechnik bis heute für ihre Kleidung. Da das Volk keine Schriftsprache besitzt, wird anhand der Zeichen und Symbole ‚Geschichte’ kommuniziert.
(siehe: www.panama-mola.com/geschichte.htm-7k.de ).

Eine Heimat haben bedeutet für uns in erster Linie das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit, das sich zum einen im Heim, den sicheren vier Wänden einstellt (Haus), aber auch mit der erfahrenen Gottesnähe verbunden ist.
Als Zeichen für Gott wählten wir in unserer Mola das Feuer, der brennende Dornbusch aus dem 2. Buch Mose , Kapitel 3, Vers 14, aus dem Gott spricht: Ich bin da.
Die Arche am Fuße unserer Mola steht für den Anfang von allem, zu allem ragen die Wurzeln unseres Glaubens (Filzwurzeln).
Die Bibel, dargestellt durch die Lutherrose, ist das Fundament unseres Glaubens.
Die Wurzeln gehören zu einem großen gefilzten Baum, ein Symbol für unser ganzes Leben, in Anlehnung an Psalm 1, 3: ,,Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.’’
Die Frucht, das gelingende, heile Leben mit Gott, wird symbolisiert durch die Blüten.
Der hellblaue Filz weist auf das Wasser und den Himmel; Wasser das Leben schafft, Wasser der Taufe, Gott in allem.
Die eng zusammenhängenden Weintrauben stellen den gemeinschaftlichen Zusammenhalt in unserer Gemeinde dar, gefeiert im Abendmahl.
Das Symbol der Burg bezieht sich nicht nur auf die oben genannten Gefühle von Geborgenheit und Sicherheit , sondern auch auf die Beständigkeit, die einem seine Heimat gibt.
Im Gegensatz zu den positiven Eigenschaften des Zuhauses kann Heimat aber auch die Persönlichkeit einengen, Grenzen in Beruf und Zukunft setzen und einen verfolgen. Um diese beängstigende Seite des Beheimatet-Sein zu zeigen, haben wir das Bild des Gespenstes ausgewählt, da diese häufig in anderen Medien als Symbol der Angst verwendet werden.
Die Abbildung einer Brücke symbolisiert für uns Verbundenheit und eine Chance für einen sicheren Aufbruch und Heimat loszulassen.
Die Ballons verbinden wir mit Freiheit und dem möglichen Verlassen der Heimat, um woanders heimisch zu werden.
Ein Stück unserer Heimat, der Region des Ammerlandes, wollen wir mit der bei uns typischen Rhododendronblüte einbringen.
Als selbstverständliches Symbol eines vollkommenen Zuhauses verstehen wir auch eine glückliche Familie, Zeichen des Zusammenhaltes.
Ferner braucht man, um sich in seiner Heimat wohl fühlen zu können, eine Art Ausgleich, hier dargstellt durch einen Sessel.
Das Schaukelpferd und der Teddybär weisen auf eine sorgenfreie Kindheit, mit erfüllten Wünschen.
Das bekannte christliche Symbol des Fisches bedeutet für uns nicht nur Gemeinschaft, sondern auch die Möglichkeit sich in einem Schwarm zu verstecken.
In einer Welt in der nichts sicher scheint, bietet die Heimat Rückzugsmöglichkeit, Sicherheit und Vertrauen, so als würde sich ein Schloss um einen herum schließen. Eine gute Heimat vermisst man so, dass kein Ort der Welt, nicht mal eine paradiesische Insel, diese ersetzen kann.

3. Zusammensetzung der Molaelemente und der nass gefilzten Elemente

Aus den aus drei unterschiedlichen Farben gewählten Filzplatten wurden die jeweiligen Symbolen aufgezeichnet, ausgeschnitten und je nach Filzlage, per Hand genäht.
Anschließend erfolgte das Filzen; zunächst die Blumen, dann der Baum und die Wurzeln. Die Anordnung der unterschiedlichen Elemente, die Farbwahl und das Zusammennähen geschahen per Hand oder mit der Nähmaschine.

4. Kurzfassung der Motive ‚Heimat haben’

Motiv:
- Turm: Sicherheit, Festung, Beständigkeit, Bollwerk,“ My home is my castle“,“eine Feste Burg ist unser Gott Geist: Heimat kann auch negativ sein, Einengung, Angst
- Brücke: Verbundenheit, Sicherheit, Gemeinschaft, Heimat hilft zu Aufbrüchen wie eine Brücke über Abgründe
- Rhodo: Regionales Symbol, ein Stück Heimat, Naturverbundenheit
- Schaukelpferd: geborgene Kindheit, Spaß und Freude, Sorgenfreiheit, Wünsche
- Familie: Gemeinschaft, Geborgenheit, Zusammenhalt
- Sessel: Entspannen, Ausruhen, Gemütlichkeit
- Teddy: Geborgene Kindheit, Spielzimmer(Aufwachsort)
- Trauben: Zusammenhängend, Gemeinschaft
- Fische: Familie, im Schwarm ist man gleich, man kann sich verstecken
- Ballons: Freiheit, Sorgenfreiheit, „auf und davon“, Heimat verlassen
- Schloss: Heimat gibt Sicherheit, Dorf
- Insel: Aufbruch zu neuen Ufern, Heimweh, verloren
- Feuer: Wärme, Geborgenheit
- Arche: Anfang – Scheitern - Neuanfang
- Lutherkreuz: Bibel



Adresse:
Kindergottesdienstmitarbeiter Westerstede
Pn. Sabine Karwath
Gartenstr. 19
26655 Westerstede
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